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20.10.09 - Schneider: Resonanz auf Bauwirtschaftstag macht diesen schon vor Beginn zum Erfolg!

"Die mittelständische Bauwirtschaft ist wirtschaftliche Größe und gesellschaftliche Kraft. Wer also den Mittelstand in den Mittelpunkt seiner Politik stellt, ist auf dem richtigen Weg in die Zukunft Deutschlands." Das ist die Quintessenz der Rede von Karl-Heinz Schneider, die er heute anlässlich des 1. Deutschen Bauwirtschaftstages in Berlin gehalten hat.

Schneider beklagte, dass in der Vergangenheit der Mittelstand zwar oft als Rückgrat der Wirtschaft hervorgehoben wurde, in Wirklichkeit aber eine Politik gemacht wurde, die dem Mittelstand geschadet habe. Er nannte in diesem Zusammenhang explizit die Erbschaftsteuerreform, das Arbeitsrecht und den Kündigungsschutz sowie die Rettung des Autokonzerns Opel. Er forderte daher Korrekturen bei der Erbschaftsteuer und die Anhebung der Schwellenwerte im Kündigungsschutz. 

Schneider nannte als Beispiel mittelstandsfreundlicher Politik Frankreich: "Dort dürfen Unternehmen Steuern und Sozialabgaben später entrichten. Und Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten müssen auf neugeschaffene Arbeitsplätze keine Sozialabgaben leisten. Wir aber müssen die Sozialabgaben im Voraus entrichten, um dann nach Ende des Monats alles noch einmal zu korrigieren. Wir fordern daher, die Vorverlegung der Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge endlich zurückzunehmen." 

Im zweiten Teil seiner Rede ging der BVB-Vorsitzende einmal mehr auf die Bedeutung der Bauwirtschaft mit einem Investitionsvolumen von rund 250 Mrd. Euro ein. "Die Investitionen am Bau wirken im Inland, sie fließen nicht ins Ausland ab. Konsumtive Ausgaben haben aufgrund der weltwirtschaftlichen Verflechtung nur einen begrenzten Effekt für die Binnenwirtschaft." So Schneider. 

Schneider forderte daher, zunächst Schulgebäude, Kitas und Turnhallen in Ordnung zu bringen, bevor man in die eigentliche Bildung investiere. Darüber hinaus nannte er explizit marode Abwasserkanäle, schlechte Straßen sowie den notwendigen Umbau der Infrastruktur für eine älter werdende Gesellschaft als Beispiele für dringend benötigte öffentliche Investitionen. "Daher fordern wir, dafür zu sorgen, dass die kommunalen Investitionen auch nach Auslaufen der Konjunkturpakete ab 2011 zumindest auf dem derzeitigen Niveau verbleiben - im Interesse der Arbeitsplätze vor Ort - wie auch im Interesse von uns Bürgern." Erläuterte Schneider die Position der deutschen Bauwirtschaft. 

Im dritten Teil seiner Rede ging Karl-Heinz Schneider auf die Bedeutung des Wohnungsbaus für die Bauwirtschaft ein und wies darauf hin, dass in fast allen Nachbarländern mindestens doppelt so viel wie hierzulande gebaut werde und Deutschland seit fünf Jahren Schlusslicht in Europa sei. Schneider verwies auf die vielfältigen Vorschläge, die die Bauwirtschaft in diesem Zusammenhang schon gemacht habe: "Dazu gehört für uns die Verdoppelung der AfA im Mietwohnungsbau, dazu gehören aber auch steuerliche Anreize für den privaten Wohnungsneubau." 

Schneider erinnerte in diesem Zusammenhang aber auch daran, dass es noch erheblicher Anstrengungen bedürfe, um die Gebäudebestände zu sanieren und energetisch zu modernisieren. "Was wir auch hier brauchen, sind staatliche Motivationshilfen, die Hausbesitzer veranlassen können zu investieren. Dazu zählen für uns auf jeden Fall die KfW-Förderprogramme, die fortgesetzt und verstetigt werden müssen. Beim sog. Handwerkerbonus sollten die Arbeitskosten bei Handwerkerleistungen im Bestand auf ein Fördervolumen von 20.000 Euro angehoben werden. Dies würde zu einer Steuerermäßigung von 4.000 Euro führen. Diese Steuerersparnis könnte sich auf 5.000 Euro erhöhen, wenn sich die nachgewiesenen Arbeitskosten auf energetische Sanierungsmaßnahmen beziehen." 

Gleichzeitig sollten die KfW-Programme um eines zur Förderung von Abriss und Neubau ergänzt werden. Denn oftmals können bestehende Wohngebäude nur mit unverhältnismäßig hohen Mitteln an moderne energetische und funktionale Anforderungen angepasst werden, so dass sich nur ein Abriss und Neubau an derselben Stelle lohnt. 

Abschließend erklärte Schneider, dass die Bauwirtschaft einigermaßen zuversichtlich nach vorne blicke, obwohl man noch nicht genau wisse, was konkret auf die Branche zukomme. "Denn der öffentliche Bau wird im kommenden Jahr eine deutlich stärkere Rolle spielen - und somit mehr zur Auslastung der Unternehmen beitragen. Auch die Unternehmen werden trotz kurzfristiger Rückschläge wieder mehr investieren. Und was den Wohnungsbau angeht, so setzen wir auf die neue Regierungskoalition."

Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft vertritt die gemeinsamen Gewerke übergreifenden Interessen der Betriebe des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks. Sie spricht für rund 300.000 Betriebe mit ca. 2,7 Millionen Beschäftigten und 300.000 Lehrlingen. Ihre Mitgliedsbetriebe erbringen fast 80 % der Leistungen der gesamten bauausführenden Wirtschaft in Deutschland.

Bundesvereinigung Bauwirtschaft
Kronenstraße 55-58
10117 Berlin
Tel.: 030 203 14-409
Fax: 030 203 14-420
eMail: bau@zdb.de
www.bv-bauwirtschaft.de



19.10.09 - Klaus-Dyckerhoff-Preis für Baustoffforschung zum zweiten Mal verliehen

Ehrung von Prof. Henri Van Damme für sein Lebenswerk

Im Rahmen des Internationalen VDZ-Kongresses 2009 in Düsseldorf wurde Professor Henri Van Damme mit dem Klaus-Dyckerhoff-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Baustoffforschung ausgezeichnet. Geehrt wurde Van Damme, seit 1999 Professor an der École Supérieure de Physique et Chimie Industrielles in Paris, für sein Lebenswerk. Die Laudatoren, so die erste Preisträgerin von 2007, Professorin Karen Scrivener, hoben vor allem seine außergewöhnliche Leistung hervor, bei der Untersuchung zementhaltiger Materialien eine grundlegende wissenschaftliche Herangehensweise mit Praxisorientierung zu verbinden.  

Van Damme habe durch seine eigenen Forschungsarbeiten, durch die Koordinierung komplexer Forschungsprogramme sowie sein stetes Engagement um wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch in den letzten Jahrzehnten einen unschätzbaren Einfluss auf die Entwicklung der gesamten Forschungslandschaft im Bereich zementbewehrter Baustoffe ausgeübt. Zu nennen ist hier etwa das Projekt „Industrielle Materialien für das Bauingenieurwesen“, das Van Damme für das CNRS (Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung - Orleans) und die ATILH (die französische Technische Vereinigung der hydraulischen Bindemittel-Industrie) von 1988 bis 1999 wissenschaftlich koordiniert hat. In dieser Verbundforschung konnten die technisch-wissenschaftlichen Einsichten in die Eigenschaften zementgebundener Baustoffe vertieft werden. Die gewonnenen Erkenntnisse haben zudem weitgehend den Aufbau der Forschungsplattform „Nanocem“ auf europäischer Ebene beflügelt.  

Der Klaus-Dyckerhoff-Preis würdigt wegweisende Forschungsbeiträge oder berufliche Leistungen bei der Entwicklung von Anwendungs- und/oder Herstellungsverfahren im Bereich hydraulischer Bindemittel. Die Auszeichnung richtet sich an Einzelpersonen, Arbeitsgruppen an europäischen Hochschulen, Forschungsabteilungen wissenschaftlich-technischer Institute der Bau- und Baustoffindustrie sowie an Forschungsabteilungen der Unternehmen der Bau- und Baustoffbranche.

Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert und wird seit 2007 von der Dyckerhoff-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in zweijährigem Turnus vergeben, 2009 somit zum zweiten Mal. Die von Dr. Klaus Dyckerhoff und seiner Frau Dr. Edith Dyckerhoff 1994 gegründete Stiftung hat sich die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Auszeichnung außergewöhnlicher Leistungen in den für die zementgebundenen Bauweisen maßgeblichen Technologien zur Aufgabe gemacht.

Kontakt
Susanne Hoffmann
Hoffmann@BDZement.de
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bundesverband der Deutschen Zementindustrie e.V.
Kochstraße 6-7
10969 Berlin


Tel. +49 30 28002-225
Fax. +49 30 28002-250



15.10.09 - Bauwirtschaft erwartet für 2009 „blaues Auge“

Bauhauptgewerbe trägt größte Last der Rezession - Ausbau und Gebäudetechnik stabil

„Der Umsatz der von uns vertretenen 330.000 Mitgliedsbetriebe wird in diesem Jahr von 189,2 Mrd. Euro auf 186 Mrd. Euro und damit um 1,5 % sinken. Dabei werden wir 2,73 Mio. Menschen beschäftigen.“ So die Einschätzung von Karl-Heinz Schneider, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, anlässlich des 1. Deutschen Bauwirtschaftstages 2009. „Wir werden mit einem blauen Auge aus diesem Jahr 2009 herausgehen, wobei unsere Kollegen aus dem Bauhauptgewerbe die größte Last der Rezession zu tragen haben.“

Die Unternehmen im Bauhauptgewerbe erwarten im laufenden Jahr wegen der mangelnden Auftragslage im Wohnungsneubau, des Einbruchs im Gewerbebau und des geringer ausfallenden Impulses aus dem öffentlichen Bau einen Umsatzrückgang um 4 Mrd. Euro auf 81,6 Mrd. Euro (= - 4,7 %). Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe insgesamt wird von 705.000 auf 685.000 fallen.

Im Bereich Ausbau sowie Gebäudetechnik und Dienstleistungen können Umsatz und Beschäftigung der Mitgliedsunternehmen der BVB Dank der Wirkung der Konjunkturpakete auf dem Vorjahresniveau abschließen.

D.h.: Der Umsatz im Bereich Ausbau bleibt bei 53 Mrd. Euro, der im Bereich Gebäudetechnik und Dienstleistungen bei 68 Mrd. Euro. Das Beschäftigtenniveau wird im Ausbau bei 641.000 Personen und im Bereich Gebäudetechnik und Dienstleistungen bei 1,4 Mio. Menschen erwartet.

Der Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe wird vor allen Dingen durch die Rückgänge im Wirtschaftsbau (- 10 %) und im Wohnungsbau (- 4,7 %) bestimmt. „Aber auch der öffentliche Bau läuft noch nicht rund: Hier liegt der Umsatz per Juli 2009 bei - 2,5%, auf das Jahr hochgerechnet erwarten wir allerdings ein Umsatzplus von 5 %,“ so Schneider.

Schneider erklärte abschließend: „Wir gehen davon aus, dass der öffentliche Bau im kommenden Jahr eine deutlich stärkere Rolle spielen wird als in diesem Jahr – und somit mehr zur Auslastung der Unternehmen beitragen wird. Wir gehen weiter davon aus, dass trotz kurzfristiger Rückschläge die Unternehmen auch wieder mehr investieren werden, so dass sich hoffentlich auch im Wirtschaftsbau die Lage nicht weiter verschlechtern wird. Und was den Wohnungsbau angeht, so setzen wir auf die neue Regierungskoalition. Wenn sich darüber hinaus die Situation für die mittelständischen Unternehmen insgesamt bessert, dann können wir halbwegs optimistisch gestimmt in das Jahr 2010 gehen.“

Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft vertritt die gemeinsamen Gewerke übergreifenden Interessen der Betriebe des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks. Sie spricht für rund 300.000 Betriebe mit ca. 2,7 Millionen Beschäftigten und 300.000 Lehrlingen. Ihre Mitgliedsbetriebe erbringen fast 80 % der Leistungen der gesamten bauausführenden Wirtschaft in Deutschland.

Bundesvereinigung Bauwirtschaft
Kronenstraße 55-58
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11.10.09 - Über 400 Bau- und Stahlbauunternehmen appellieren in einem offenen Unternehmerbrief an die Koalitionsparteien: - Bauforderungssicherungsgesetz grundlegend korrigieren - Schaden von den Unternehmen abwenden

Berlin (ots) - Das Bauforderungssicherungsgesetz (BauFordSiG) stellt "einen nicht nachvollziehbaren Eingriff in unsere unternehmerische Handlungs- und Entscheidungsfreiheit" dar. Wir bitten deshalb eindringlich, das Gesetz "so schnell wie möglich und grundlegend zu korrigieren und unakzeptable Sonderlasten und damit Schaden von unseren Unternehmen abzuwenden." Mit diesem Appell haben sich über 400 Bau- und Stahlbauunternehmer an die Kanzlerin Dr. Angela Merkel, den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und den Parteivorsitzenden der FDP Dr. Guido Westerwelle in deren Eigenschaft als Verhandlungsführer ihrer Parteien in den laufenden Koalitionsverhandlungen gewandt. Der offene Unternehmerbrief wurde am Freitag zusammen mit einer Liste von 428 Unterschriften im Bundeskanzleramt, in der FDP-Parteizentrale und in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin übergeben.

In ihrem Schreiben an die Verhandlungsführer konzedieren die Unternehmer zwar, dass der Gesetzgeber mit dem BauFordSiG ursprünglich "das nachvollziehbare Ziel" verfolgt habe, "in einer Bauleistungskette speziell Nachunternehmer vor Forderungsausfällen zu schützen". Das Gesetz gehe aber in der Praxis am Ziel vorbei und sei weder umsetzbar noch handhabbar. Durch dieses Gesetz werde den Bauunternehmen "ein in der gesamten deutschen Wirtschaft übliches Liquiditätsmanagement" verwehrt. Geldleistungen von Bauherren könnten nicht mehr zur Deckung allgemeiner Geschäftskosten zur Zahlung fälliger Kreditzinsen, oder zur Begleichung von Rechnungen für Baustofflieferungen anderer Baustellen verwendet werden.

Durch die Separierungspflicht des Baugeldes seien die Unternehmen gezwungen, für jede Baustelle ein eigenes Konto und eine eigene Zahlungsbuchhaltung einzurichten, heißt es in dem offenen Brief. Bei z.T. über 100 zeitgleich laufenden Baustellen hätte dies einen "massiven bürokratischen Aufwand" zur Folge. Die heutige betriebliche Buchhaltung sei gar nicht in der Lage, Geldzahlungen einzelnen Baustellen zuzuweisen, eine passende Buchhaltungssoftware (noch) nicht vorhanden. Trotzdem hafteten die Unternehmer für die Einhaltung des Gesetzes nicht nur zivilrechtlich, sondern auch strafrechtlich. Die Unternehmer stünden "- wegen der strafrechtlichen Haftung - quasi ständig mit einem Bein im Gefängnis".

Die Unternehmer stellen deshalb in ihrem Brief abschließend einige kritische Fragen. U.a. fragen sie warum den deutschen Bauunternehmen gerade in Zeiten der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise ein solches Sonderopfer aufgebürdet werde, warum die leitenden Mitarbeiter der Bauwirtschaft einer weitreichenden persönlichen und strafrechtlichen Haftung ausgesetzt würden und weshalb ein Gesetz unterstützt werde, das die Bauunternehmen zu einem Verhalten zwinge, das kaufmännisch nicht darstellbar, faktisch unmöglich sei und eine vernünftige unternehmerische Tätigkeit ausschließe.

Der offene Unternehmerbrief kann unter: www.bauindustrie.de, www.bvmb.dewww.deutscherstahlbau.de eingesehen werden



05.10.09 - Baugewerbe zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen: Investitionsanreize für den Wohnungsbau erforderlich

Optionsmodell und Verdoppelung der Afa im Neubau gefordert sowie Energiesparprämie, Handwerkerbonus und reduzierte Mehrwertsteuer zur Beschleunigung der energetischen Sanierung im Bestand vorgeschlagen.

„Die neue Bundesregierung ist aufgefordert, den daniederliegenden Wohnungsneubau wieder in Schwung zu bringen. Das ist im Interesse vieler Familien, die sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen wollen. Wohneigentum ist darüber hinaus der beste Schutz vor Altersarmut.“ Dieses erklärte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, zum heutigen Auftakt der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP.

Dazu schlug Loewenstein die Einführung eines Optionsmodells vor: In die Baufinanzierung eingebrachtes Eigenkapital kann ebenso wie Tilgungsleistungen für Fremdkapital noch in der gleichen Periode steuerlich abgesetzt werden. Die daraus entstandene Steuerschuld wird verzinst und später nachgelagert versteuert.

Um den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum insbesondere in den Ballungsgebieten zu befriedigen, soll nach den Vorstellungen des Deutschen Baugewerbes die Abschreibung im Mietwohnungsbau verdoppelt werden. Wenn die Anforderungen der EnEV übererfüllt werden, sollte die Afa in den ersten acht Jahren auf 8 % verdoppelt werden. Energetische Gebäudesanierung und energieeffizientes Bauen sind besonders wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz. Die größten Potenziale zur Energieeinsparung liegen in der Wärmedämmung des Gebäudebestandes. „Um Energiesparmaßnahmen an Gebäuden, besonders an selbstgenutztem Wohnraum, zu fördern, schlagen wir die Einführung einer Energiesparprämie in Höhe von 25 % von max. 20.000 Euro nachgewiesenen Arbeitskosten für energetische Sanierungsmaßnahmen vor. Darüber hinaus sollen die KfW-Programme zur CO2-Gebäudesanierung über 2011 hinaus verstetigt werden.“ So Loewenstein weiter.

Die Einführung eines ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auf arbeitsintensive Dienstleistungen kann darüber hinaus ebenfalls zur Beschleunigung der Sanierung des Gebäudebestandes beitragen. Gleichzeitig wird der Schwarzarbeit entgegengewirkt. Daher muss die entsprechende EU-Richtlinie endlich in nationales Recht umgesetzt werden.

„Die Menschen brauchen Planungssicherheit, bevor sie sich für eine große Investition, wie den Bau eines Hauses, den Kauf einer Eigentumswohnung oder eine umfassende Sanierung entscheiden. Die neue Bundesregierung ist aufgefordert, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass diese Sicherheit gegeben ist.“ So Loewenstein abschließend.


Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe e. V.


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Termine, Informationen und Initiativen

27.07.2009: Veranstaltung: Energieeinsparpotenziale durch Baustoffe – PLUS Energie Haus

24.07.2009: Kostenloses Online-Seminar zur neuen HOAI

23.07.2009: Symposium mit Eröffnung der Gottfried Böhm-Ausstellung – Burgauer Architekturtage


Deutsche Bauindustrie nimmt online-Dialog mit Schülern und Studierenden auf

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie hat sein Internetportal zum Studium des Bauingenieurwesens grundlegend erneuert. Unter www.werde-bauingenieur.de kommen nun erstmals Studenten und Studentinnen von verschiedenen Hochschulen und Universitäten zu Wort, die von ihren Erfahrungen aus den ersten Semestern des Studiums berichten.
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Baustoffindustrie stellt Fachkräfteinitiative vor

„Bau deine Zukunft!“
Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten darf eine nachhaltig ausgerichtete Personalpolitik nicht vernachlässigt werden. Daher hat der BBS eine Fachkräfteinitiative ins Leben gerufen. „In zehn Jahren wird die Zahl der Schulabgänger um 20 Prozent schrumpfen. Somit müssen sich die Unternehmen auf einen zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte einstellen“.
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